Freie Schule Kuhstedt – Grundschule

Die Freie Schule Kuhstedt entsteht als Ersatzschule in freier Trägerschaft für die Jahrgänge 1 bis 4. Der Schulstart ist zum Schuljahr 2026/2027 geplant.
In unseren jahrgangsgemischten Lerngruppen lernen Kinder gemeinsam, in ihrem eigenen Tempo und mit gegenseitiger Unterstützung.

Träger der Schule ist der gemeinnützige Verein Initiative für freie Lernkultur e. V., der sich seit 2021 für kindgerechte, zeitgemäße Bildung einsetzt.

Wir glauben, dass jedes Kind von Natur aus neugierig ist. Unsere Aufgabe ist es, diese Neugier zu schützen, zu nähren und dem Kind zu vertrauen, dass es seinen Weg findet. Wir setzen dafür den richtigen Rahmen.

Alles auf einen Blick – unser Kurzkonzept als PDF

Unser Bild vom Lernen

Selbstbestimmt, ganzheitlich, im eigenen Tempo – und dabei nie allein gelassen.

Kinder sind keine leeren Gefäße. Sie kommen mit einer natürlichen Lust aufs Entdecken zur Welt – diese Kraft zu erhalten und zu stärken, das ist der Kern unserer Pädagogik.

Freiraum mit Rahmen

Selbstbestimmt lernen heißt nicht: alles ist möglich. Es gibt klare Strukturen – und darin echten Spielraum für eigene Wege und eigenes Tempo.

Kopf, Hand und Herz

Lernen geschieht durch Denken, Handeln und Erleben. Was selbst erfahren und verstanden wird, bleibt.

Fehler als Lernmoment

Fehler werden nicht sanktioniert. Kinder überprüfen ihre Ergebnisse selbst – und erleben, dass ihr Lernprozess in ihrer eigenen Verantwortung liegt.

Ein Tag an der freien Schule

Verlässliche Struktur und echter Freiraum – das ist kein Widerspruch

Unser Schultag folgt einem klaren Rhythmus. Kinder wissen, was sie erwartet, das gibt Sicherheit. Innerhalb dieses Rahmens gestalten sie ihren Vormittag aktiv mit: Sie planen, wählen, entscheiden.

7:45 – 8:30 Ankommen – Ruhiger Einstieg: eine Arbeit beginnen, frühstücken oder einfach ankommen.
8:30 – 8:45 Morgenkreis – Gemeinsamer Start, Impulse für den Tag, Kursangebote.
8:45 – 9:45 Lernzeit 1 – Tagesplan erstellen, Freie Arbeit in den Ateliers.
9:45 – 10:15 Frühstück & Pause – Essen, spielen, Luft schnappen.
10:15 – 11:15 Lernzeit 2 – Freie Arbeit und Kurse. Mo & Mi: Einzelgespräch mit der Bezugsperson.
11:15 – 11:45 Pause – Bewegung, Spiel, Draußensein.
11:45 – 12:45 Lernzeit 3 – Freie Arbeit und Kurse. Raum für intensive Konzentration.
12:45 – 13:00 Gemeinschaftsdienste – Aufräumen, Verantwortung für die gemeinsame Umgebung.
13:00 – 13:20 Reflexion – Was habe ich heute getan? Was war gut? Was kommt morgen?
13:20 – 13:30 Abschlusskreis – Gemeinsamer Tagesabschluss.

Do: Sport in der Turnhalle  ·  Fr: Lerngruppenversammlung

Vier Lernformen, die sich gegenseitig ergänzen.

Freie Arbeit

Das Herzstück des Schultages. Kinder wählen Thema, Material und Tempo selbst – allein, zu zweit oder in kleinen Gruppen, ohne Zeitdruck.

Kurse

Gezielte Angebote der Lernbegleitenden. Wahlkurse folgen den Interessen der Kinder – Pflichtkurse stellen sicher, dass alle wichtigen Themen ankommen.

Projekte

Mehrmals im Jahr taucht die ganze Schule ein bis drei Wochen tief in ein Thema ein – fächerübergreifend und gemeinsam.

Exkursionen

Lernen an echten Orten: Höfe, Werkstätten, Naturräume, Museen. Die Welt ist unser erweitertes Klassenzimmer.

Unsere Lernräume

Keine Klassenzimmer mit Tafeln und Stuhlreihen – sondern Ateliers, die zum Forschen einladen.

Jeder Raum ist einem Themenbereich gewidmet: Mathematik, Sprache, Weltwissen, Englisch, Musik, Kunst, Werkstatt, Medien. Das Material liegt offen bereit – Kinder kommen, greifen zu und arbeiten.
Die Räume sind kein Zufall. Unsere Lernbegleitenden gestalten und pflegen sie kontinuierlich – immer orientiert an den Kindern, die darin lernen.
Natur ist bei uns kein Ausflugsziel. Pausenhof, Spielplatz und Schulgarten gehören zum Alltag.

Jahrgangsgemischt lernen

Lerngruppen statt Klassen – weil Alter allein nichts über das Potenzial eines Kindes sagt.

Bei uns lernen Jahrgänge 1/2 und 3/4 gemeinsam. Die Jüngeren orientieren sich an den Älteren und trauen sich mehr. Die Älteren festigen ihr Wissen, indem sie erklären. Jedes Kind wechselt zwischen den Rollen: Lernende, Anleitende, Unterstützende.
Jede Lerngruppe hat einen festen Stammraum – und kann sich während der Lernzeiten frei durch alle Ateliers bewegen.

Gelebte Demokratie

Kinder lernen Demokratie nicht aus dem Buch – sie erleben sie jeden Tag.

Wöchentlich kommen alle Kinder zusammen: Was läuft gut? Was wollen wir ändern? Regeln entstehen nicht von oben – sie werden gemeinsam erarbeitet und können gemeinsam wieder verändert werden
Im monatlichen Schulrat beraten gewählte Delegierte zusammen mit dem Team über Projektideen, Schulregeln und das gemeinsame Leben.
Auch Familien gestalten die Schule mit – über den Elternbeirat und verpflichtende Mitarbeitsstunden.

Das Team

Pädagogik, die auf Beziehung baut.

Jede Lerngruppe wird täglich von zwei Personen begleitet – eine ausgebildete Lehrkraft und eine pädagogische Fachkraft für die soziale und emotionale Begleitung.
Jedes Kind hat eine feste Bezugsperson, die seinen Lernweg kennt, regelmäßige Einzelgespräche führt und die zentrale Ansprechperson für die Familie ist. Vertrauen braucht Verlässlichkeit – und die bauen wir bewusst auf.

Die Neugier der Kinder ist der Wissensdurst nach Erkenntnis, darum sollte man diese in ihnen fördern und ermutigen.

John Locke 1632–1704, Philosoph

Close-up of a butterfly with brown wings perched on red flowers in nature.

Wie wir Lernentwicklung sichtbar machen

Keine Noten, keine roten Striche – aber sehr genaues Hinschauen.

Statt Zeugnissen schreiben wir ausführliche Lern- und Entwicklungsberichte – in verständlicher Sprache, auf Grundlage sorgfältiger Beobachtung. Sie beschreiben, was ein Kind kann, wie es sich entwickelt hat und welche nächsten Schritte anstehen.
Kinder planen ihren Tag selbst und reflektieren am Ende, was gut gelungen ist und was sie morgen weiterführen möchten. Zweimal im Jahr findet ein Lernentwicklungsgespräch statt – mit Kind, Familie und Bezugsperson.

Aufnahme & Schulgeld

Offen für alle – unabhängig davon, was eine Familie zahlen kann.

Interessierte Familien melden sich über das Formular hier auf unserer Webseite. Anschließend laden wir euch gemeinsam mit eurem Kind zu einem persönlichen Gespräch ein. Das Schulgeld ist einkommensabhängig und in zehn Stufen gestaffelt. Die Beiträge beginnen bei 150 € pro Monat. Familien, die auch das nicht aufbringen können, erhalten Unterstützung aus unserem solidarischen Ausgleichsfonds – ein Antrag ist bereits im Aufnahmegespräch möglich.

Hast du Fragen zum Schulstart oder zum Konzept?

Wir freuen uns auf den Austausch mit dir!